Forschungsschwerpunkte

Die Aufarbeitung des akademischen Erbes der Otto-von-Guericke-Universität umfasst die systematische Nutzbarmachung der Sammlungen, die Umsetzung sammlungsbezogener Lehraktivitäten und die Identifizierung relevanter Schwerpunktthemen, die in Zusammenarbeit mit Einrichtungen Magdeburgs ausgearbeitet und als Mittler für innovative Zukunftsforschung für die Gesellschaft eingesetzt werden. Akademische Sammlungen fungieren sowohl als Zeugnis der Wissens- und Wissenschaftsgeschichte der Universität, können als Anschauungsobjekte für die Vermittlung von Lehrinhalten herangezogen werden und bilden in zahlreichen Disziplinen auch eine Grundlage für innovative Forschungserkenntnisse. Abgeleitet von den Empfehlungen des Wissenschaftsrates (2011) ergeben sich für die Kustodie als funktionale Forschungsinfrastruktur dabei folgende Forschungsschwerpunkte der Sammlungsforschung.

 

Forschung über Objekte

Im Fokus dieses Bereichs stehen die Objekte sowie deren technische Erfassung und Aufarbeitung. Dazu gehört die umfassende Auseinandersetzung mit den Objekten, z.B. im Rahmen der Teilprojekte, in denen unter anderem Fragen um die Herkunft, den Kontext und die Provenienz eines Objekts gestellt werden. Gleichermaßen ist die systematische Sammlungsinventarisierung essentiell für die Nutzbarkeit.

 

Forschung über Sammlungen

Im Rahmen dieses Forschungsschwerpunktes werden die Sammlungen bzw. Teile der Sammlungen in den Blick genommen. Die Objekt-Ensembles geben dabei zum Beispiel Auskunft über die Entwicklung der universitären Disziplinen an der OVGU. Es stellen sich weiter Fragen zur Entstehungsgeschichte der sowie zur wissenschaftshistorischen Relevanz der Sammlungen.  

 

Forschung anhand von Sammlungen und Objekten

Fragestellungen zu übergeordneten sozialen, kulturellen, historischen und epistemologischen Schwerpunktthemen, zum Beispiel zu den Medical Humanities oder zum Chipmangel in der DDR, können an die universitären Objekte und Sammlungen gestellt und beantwortet werden.

 

Forschendes Ausstellen

Das (Neu-)Arrangement von Objekten unter bestimmten Fragestellungen bzw. im Zuge von Ausstellungsvorhaben und anderen öffentlichen Präsentationen legt interdisziplinäre Zusammenhänge offen und wirft zum Teil neue Fragestellungen auf. Im Rahmen einer Ausstellung im Jahr 2018 wurden zum Beispiel 25 Objekte der Universität vor dem Hintergrund des 25-jährigen Jubiläums der OVGU betrachtet. Kunsthistorische Fragestellungen wurden zum Beispiel im Teilprojekt zur Kunst am Campus in den Blick genommen und die Ergebnisse in Form eines Fotokalenders festgehalten. In öffentlichen Object Lessons wurden ausgewählte Objekte live und in Interaktion mit einem interessierten Publikum beforscht.

Letzte Änderung: 08.03.2024 - Ansprechpartner: Webmaster